Die Brücke - E-Brief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lindenberg i.A.

 


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Endlich frei! – Endlich Ferien!      
Liebe Leserin, lieber Leser!
„Endlich frei, endlich Ferien“, so mag so mancher denken. Wir sind viele unserer Verpflichtungen los! Kein frühes Aufstehen, kein rascher Blick auf die Uhr, wie viel Zeit bleibt noch und kein Müssen. Weg von zu Hause, andere Leute, andere Landschaften.
Eltern, Großeltern und Freunde, die zu Hause bleiben, wünschen „Gute Fahrt!“, „Guten Flug!“, „Kommt wieder heil nach Hause!“, „Meldet euch!“, Passt gut auf euch auf!“, und „Gott beschütze euch!“.
Die später erzählten Reiseberichte haben es dann auch meist in sich. Nach diesen Erzählungen fallen dann Bemerkungen wie „wir hatten unglaubliches Glück“, „es war wie ein Wunder“, „ich glaube wir hatten einen Schutzengel“.
In der Bibel steht im Psalm 91, Vers 11: „Gott hat seinen Engeln befohlen, dich zu beschützen, wohin du auch gehst.“ Aber passt denn diese Vorstellung von einem Schutzengel noch in unser modernes High-Tech-Zeitalter?
Suchen wir im Internet – weltweit – nach „Engel“ und „Schutzengel“, dann finden wir viele Millionen Einträge. Ein großer Teil dieser Einträge sind „technische Engel“, also „Verkehrs- oder Kinderhilfsprojekte“. Aber der größte Teil dieser Einträge handelt dann von Engeln als Helfer Gottes.
Eigentlich ist die Vorstellung doch ganz schön und auch irgendwie beruhigend. Ich bin nicht allein auf meinem Weg durch das Leben. Da ist noch jemand, der mit mir unterwegs ist. Eine starke Hand von Gott geschickt, die mich beschützt, die mir hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eine innere Stimme, die mir etwas sagt, die mich auch warnt. Vorausgesetzt: Ich will diese Stimme hören. Und vorausgesetzt, ich habe Vertrauen in Gott. Glauben heißt auch vertrauen. Ich vertraue einem Helfer. Engel sind Helfer.
Das ist eine Seite in der Freizeit, in der Urlaubszeit. Die andere Seite – und eine weitere Besonderheit – ist die Zeit zum Atemholen, Luft zum Atmen. Die Luft sehen wir nicht und doch ist sie da. So kann jedes Ein- und Ausatmen ein Zeichen dafür sein, dass Gott uns liebt und das Leben gibt. So kann ich wieder manches neu entdecken: die warmen Sonnenstrahlen, der Duft der Blumen, das Rauschen der Wellen, das Getragensein im Wasser, die Stille in der Kirche am Urlaubsort.
Freizeit, Urlaub ist Luft zum Atmen – ein Leben im Aufwind Gottes. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gute und erholsame Freizeit und schöne Ferien – Gott beschütze Sie, Ihr Wolfgang Meyer, Diakon

 

Herzlichen Dank für viele Jahre Mitdenken und Mitmachen!
Kirchenvorsteher blicken zurück

Herzlicher Dank
Für den Kirchenvorstand kandidieren nicht mehr: Herr Stefan Ambrosy, Herr Gerhard Fey, Herr Fritz Schleicher, Frau Rita Schuhen, Herr Alexander Sindermann und Herr Wolfgang Teufel.
Sie haben durch ihr konstruktives Mitdenken und Mitarbeiten unsere Kirchengemeinde über Jahre, manche über Jahrzehnte (!) mit geprägt. Für all die investierte Zeit und Kraft, für ihre Sorgfalt, für die Freude und Begeisterungsfähigkeit und auch für das treue Dabeibleiben in kritischen Phasen und auf Durststrecken danken wir von Herzen! Vergelt´s Gott.
In einem Gottesdienst nach der Wahl im Oktober werden wir die ausscheidenden KirchenvorsteherInnen gebührend verabschieden und für ihren weiteren Lebensweg segnen.

Wie im Flug vergangen – kaum zu glauben!
In der ersten Amtsperiode war ich noch als beratenes Mitglied, in den folgenden drei Amtszeiten dann als Vollmitglied tätig. Was waren nun für mich rückblickend die wichtigsten Aufgabenbereiche als Kirchenvorstand in dieser Zeit?
Ein Herzensanliegen von mir war das Tätigsein für die Teilgemeinden in den Außenorten und – damit verbunden – die Mitgestaltung des Gemeindelebens dort.
Die Mitarbeit im Bau- und Finanzausschuss möchte ich fast als „Vergnügen“ bezeichnen, weil hier – in der Regel – die Ergebnisse der Arbeit in absehbarer Zeit sichtbar wurden, was einem durchweg Zufriedenheit bereitete. Als richtig angenehm und aufbauend habe ich die Bauausschussarbeit zu Zeiten von Herrn Dietl als Vorsitzendem empfunden. Highlights in baulicher Hinsicht waren ohne Zweifel die Generalsanierung des Pfarrhauses und des Turms der Johanneskirche.
Veranstaltungen, die mir in besonders guter Erinnerung bleiben werden, waren die Klausurwochenenden des KV und die Feiern zum 75-jährigen Bestehen der Kirchengemeinde Lindenberg.
Danke sagen möchte ich für die Gespräche von Mensch zu Mensch und vor allem für die Gemeinschaft im Kirchenvorstand, so wie ich sie erlebt habe! Ich hätte diese positiven Erfahrungen gerne einem Nachfolger aus unserem Sprengelbereich gegönnt. Leider war in Hergatz für die kommende Wahl niemand zu einer Kandidatur bereit.
Ich wünsche dem neuen KV das nötige Engagement, die Zeit und die Kraft für die anstehende Arbeit, sowie eine glückliche Hand bei wichtigen Entscheidungen in den kommenden sechs Jahren!
Wolfgang Teufel

Gnade, nochmals Gnade!
Wie lange war ich „dabei“ – müsste ich scharf nachdenken, jedenfalls „arg lang“, zu lang sicherlich; mit 85 höre ich aber auf – basta! Wer mich mal „anheuerte“, weiß ich auch nicht mehr, damals, als ich den „Nadenberg“ mehr und mehr loslassen konnte. Als Betriebswirtschaftler musste ich bei den Sitzungen oft schmunzeln, sie „wunschgemäß“ ernst zu nehmen, fiel mir als Kölner sowieso schwer, und den Glauben rauben konnten sie mir nie. Als Zwischenrufer und „blumiger Redner“ kassierte ich vom Stirnrunzeln bis zur massiven Rüge alles, was Pastoren und Kantoren so drauf haben: Gnade, meine Herren, nochmals zum Schluss! Und danke fürs Lachen immer wieder – so was gibt es auch -, als Trost vielleicht für „Beratungen“ bis in die Nacht hinein, als unsere Damen Angst hatten, so spät noch nach Hause laufen zu müssen. Das ist lange vorbei – wie alles, was so das bunte Leben bringt … Weiter so! 
Gert Fey

Viele schöne Jahre!
Insgesamt 24 Jahre war ich Mitglied im Kirchenvorstand. Mein Arbeitsschwerpunkt war dabei der Bereich Bauunterhalt und Finanzen. In diesem Fachbereich habe ich mein Fachwissen und meine Stärke in die Arbeit des Kirchenvorstandes einbringen können. Als Zweiter Vorsitzender des Diakonievereins war es mir auch immer wichtig, das diakonische Profil unserer Kirchengemeinde nicht aus den Augen zu verlieren.
Es waren sehr viele schöne Jahre mit vielen Begegnungen, besonderen Gottesdiensten und Festen. Aus Altersgründen werde ich nun nicht mehr für den Kirchenvorstand kandidieren. Ich freue mich auf einen jungen Kirchenvorstand, der mit viel frischem Wind und neuen Ideen die Kirchengemeinde gestalten und bereichern wird. Ich wünsche dem neuen Gremium ein erfolgreiches und segensreiches Schaffen.
Fritz Schleicher
 

Wahl eines neuen Kirchenvorstands

Am Sonntag, 22. Oktober, wählen die Gemeindeglieder unserer Kirchengemeinde einen neuen Kirchenvorstand. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, die sechs Jahre im Amt sind, leiten das gemeindliche Leben auf allen Gebieten und in allen Belangen:
Sie planen die Schwerpunkte und Ziele der Gemeindearbeit;
sie sind zuständig für Zeit, Ort und Form von Gottesdiensten;
sie beschließen über die Finanzen und die Anstellung von haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern;
bei Pfarrstellenbesetzungen haben sie Mitspracherecht bzw. wählen den neuen Pfarrer/die neue Pfarrerin;
sie begleiten die Entwicklung der Gemeinde, steuern und fördern die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Erwachsenenbildung, die Seniorenarbeit;
sie kümmern sich um den Erhalt der Gebäude;
sie vertreten die Kirchengemeinde in der Öffentlichkeit und verantworten eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit.

Zusammensetzung des Gremiums
In zwei Stimmbezirken (Stadt Lindenberg und Pfarrvikariat) werden je vier KirchenvorsteherInnen gewählt. In seiner ersten Sitzung beruft der neue Kirchenvorstand zwei weitere Mitglieder nach. Insgesamt gehören also zehn Frauen und Männer zum Kirchenvorstand, dazu die Pfarrer der Kirchengemeinde. Diakon und Vikar haben Sitz ohne Stimme.

Vorstellung der Kandidaten
Beim Gemeindefest am Sonntag, 24. September in Lindenberg und bei einer Gemeindeversammlung am Freitag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Pfarrheim in Heimenkirch (Kolpingstr. 8) haben Sie die Gelegenheit, die Kandidaten näher kennen zu lernen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Vorstellung in Wort und Bild.

Zur Wahl
Rechtzeitig vor der Wahl werden allen wahlberechtigten Gemeindegliedern die Wahlunterlagen zugeschickt. Sie finden auf der Wahlbenachrichtigung auch Ort und Öffnungszeit der Wahllokale. Auch Briefwahl ist möglich und im Pfarramt zu beantragen.
Kommen Sie zur Wahl! Sie bestimmen mit, welche Frauen und Männer unsere Kirchengemeinde in den nächsten sechs Jahren verantwortlich leiten werden.

Kandidatinnen und Kandidaten

Herbert Ahrens, Lindenberg
68 Jahre, verheiratet, Sozialpädagoge i.R.
Folgende Themen interessieren mich: Jugendarbeit, religiöse Erziehung, Umweltfragen, Bewahrung der Schöpfung. Mein Engagement: für Kinder und Jugendliche, für soziale Einrichtungen.

Reimar Bartsch, Lindenberg
52 Jahre, verheiratet, drei Kinder, Verwaltungsleiter
Als Vater von drei Kindern stehe ich mitten im Leben. In meinem Beruf als Verwaltungsleiter beim hiesigen Abwasserzweckverband habe ich viel mit Verträgen, Baumaßnahmen und finanziellen Dingen zu tun. Diese Erfahrungen würde ich gern zum Wohl der Pfarrgemeinde einbringen.

Elke Fäßler, Lindenberg
34 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Bürokauffrau, z. Zeit Hausfrau
Als Mutter von drei Kindern liegt mir besonders die Kinder- und Jugendarbeit in unserer Kirchengemeinde Herzen, aber auch sonst bringe ich mich gerne ins Gemeindeleben ein. Ich freue mich darauf mehr Hintergrundwissen zubekommen und Verantwortung zu übernehmen.

Barbara Feind, Lindenberg
57 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Apothekerassistentin
Ich möchte gerne an der Gestaltung unseres Kirchenlebens teilnehmen und dabei die Interessen der Taizégruppe besonders vertreten.

Nicole Frommknecht, Grünenbach
41 Jahre, verheiratet, 5 Kinder, Kosmetikerin/Fußpflegerin.
Ich kandidiere, weil ich der Überzeugung bin, dass die Gemeinschaft Kirche nur mit Hilfe ihrer Mitglieder existieren kann.

Iris Gros, Lindenberg
42 Jahre, verheiratet, 1 Kind.
Ich möchte mich mehr in und für die Gemeinde engagieren als ich das bisher durch meine Mitarbeit beim Team für Große und Kleine tue.

Eva Gutmann-Boch, Lindenberg
47 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Reiseverkehrskauffrau
An der Arbeit im Kirchenvorstand interessieren mich neue Kontakte mit Menschen und das Mitwirken beim Lösen von Aufgaben im sozialen, familiären und kirchlichen Bereich.

Isolde Koros, Röthenbach
62 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Hausfrau
Seit 18 Jahren bin ich im Kirchenvorstand. Die ältere Generation und die Jugend sind mir sehr wichtig und für diese möchte ich mich auch weiterhin einsetzen. Ich verstehe mich als Sprachrohr der Außenorte zu Lindenberg und will diese Verbindung stärken. Als Ansprechpartner stelle ich mich zur Verfügung. Die Gemeinsamkeiten in der Ökomene möchte ich weiter fördern um das Machbare zu praktizieren.

Marita Popp, Heimenkirch
64 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Krankenschwester.

Werner Pruß, Lindenberg
54 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Sparkassenangestellter
Ich kandidiere, um mich weiter an der Fortsetzung einer wachsenden Glaubensgemeinschaft zu beteiligen.

Martin Roos, Lindenberg
58 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, tätig in der offenen Behindertenarbeit

Günther Schrade, Maierhöfen
45 Jahre, verheiratet, 4 Kinder, Steinmetz

Cornelia Schweda, Lindenberg
42 Jahre, verheiratet, 1 Kind, Kaufmännische Angestellte
Ich bin seit meiner Taufe (incl. Konfirmation, Hochzeit und Taufe meiner Tochter) mit der Johanneskirche fest verbunden und habe bisher das Gemeindeleben durch eine aktive Mitarbeit im Gottesdienst-Team für Kleine und Große sowie im Kirchen(t)raumprojekt kennen gelernt. Das gute Miteinander und das Gefühl etwas bewirken zu können, geben mir den Mut, für den Kirchenvorstand zu kandidieren, um so die Gemeindearbeit mit meinen Ideen und meiner Kraft zu unterstützen.

Dr. Ursula Soecknick, Lindenberg
65 Jahre, ledig, Ärztin i.R.
Mit 65 noch zu jung zum Zurückziehen möchte ich in meiner Kirchengemeinde, die mir fast zur Familie geworden ist, weiterhin mitarbeiten. Besonders liegt mir die Lektorentätigkeit am Herzen sowie der vor wenigen Monaten angefangene Besuchsdienst im Krankenhaus. In der Auseinandersetzung mit der jüngeren Generation möchte ich flexibel bleiben, Neues annehmen, aber trotzdem mich für die Bewahrung guter kirchlicher Tradition einsetzen.

Edda Starnberg, Opfenbach
63 Jahre, verheiratet, 1 Kind, Lehrerin i.R.
Motivation für den Kirchenvorstand: Freude an der Mitgestaltung des Gemeindelebens.

Beatrice Winter, Gestratz
37 Jahre, verheiratet, 1 Kind, Altenpflegerin
Ich engagiere mich in der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Ich möchte etwas von den Erfahrungen und Notwendigkeiten dieser Arbeit in den Kirchenvorstand einbringen. Und die Beratungen des Kirchenvorstands für die Arbeit fruchtbar machen.

Konfirmationen 2006
Konfirmation 12.02.2006
Kapell, Christian, Grünenbach

Konfirmation 21.05.2006
Dehmer Markus, Lindenberg
Endriss-Klein Ida, Lindenberg
Goebel Stefanie, Lindenberg
Hala Robin, Lindenberg
Hartmann Daniel, Lindenberg
Hein Jennifer, Lindenberg
Heimerle Delia, Lindenberg
Jajes Tammy, Lindenberg
Karl Melanie, Lindenberg
Miner Kathleen, Lindenberg
Schmale Pascal, Lindenberg
Schmidt Xenia, Lindenberg
Schöner Michael, Lindenberg

Konfirmation 28.05.2006
Fink Jessica, Heimenkirch
Göhl Florian, Grünenbach
Hoffmann Tamara, Lindenberg
Kaaz Kristina, Lindenberg
Kofler Jane, Lindenberg
Lindner Yvonne, Lindenberg
Pietschmann Simone, Lindenberg
Piwowarczyk Nicole, Lindenberg
Schmidtke Kristin, Lindenberg
Sieber Adrian, Lindenberg
Wegscheider Lena, Simmerberg

Christbaumloben in Honduras
„Christbaumloben für Honduras“ war bei uns jahrelang eine feste Tradition am Abend des 25.Dezember. Ein paar Dörfer weiter feierten Junge Erwachsene in einem wunderschönen alten Pferdestallgewölbe auf einem Hof Weihnachten zugunsten der Hurricaneopfer in Honduras mit ein paar Musikbands.
Nun werde ich bald selber dort sein – und zumindest ein Weihnachten im Land selber Christbaumloben. Neben der Gemeindearbeit werde ich v.a. in der Kinder- und Jugendarbeit in der Hauptstadt, aber auch auf dem Land, arbeiten und leben.
So muss ich also bald meine Sachen packen, ein Rucksack voller schöner Erinnerungen hier in Lindenberg und Umgebung.
Bevor ich aber losziehe krame ich noch mal in dem großen Rucksack, setze mich hin und ziehe mein Album mit Bildern heraus:
 Ah - da schauen mich entspannte, scherzende Gesichter von Senioren an am Seniorennachmittag zum Thema: „Kräuter“. Sie erzählen lustige Geschichten und schäkern.
Und dort: ein Kreis von Jugendlichen gemischten Alters, wie sie in einem Jungen Gottesdienst ihre Bitten und Wünsche in die Klagemauer stecken, ein Licht anzünden, sich salben lassen, gemeinsam Brot und Trauben teilen.
Auf einem anderen Bild erkennen ich Martin Strauss und mich selber, wie wir zusammen sitzen in einer Wiese hinter dem Waldsee und intensiv etwas nach besprechen, wie er mir genug Zeit lässt, meine Sicht darzustellen und dann feinfühlig nachfragt und wir gemeinsam eine Perspektive für meine weitere Arbeit entwickeln. Und da die beiden Damen des Hauses auf dem Bild: wir werkeln zu dritt im Pfarramtsbüro und haben einen ziemlichen Spaß!
Hier sind Menschen am Karfreitag, wie sie mit ihren Bitten und Sorgen zum Kreuz am Boden gehen und ein Licht entzünden, in Stille stehen bleiben.
Dort ein lachendes Gesicht, eine ruhige, freundliche Stimme, Gunther Wirth und ich bei einer Besprechung der vielen Schulstunden am Bistrotisch im „Lehrerzimmercafe“ der Realschule.
Und da sehe ich ein Bild vom Krankenhaus, ein junger Mann sitzt im Schneidersitz auf seinem Bett und spricht seine verzweifelte Situation vor mir aus.
Auf einem anderen Bild diskutiert der Kirchenvorstand lebhaft – und ein netter Scherz folgt dem anderen.
Und auf diesem Bild: Irmi Strauss befreit mich nach einem Konfisamstag aus meiner Fleecejacke, deren Reißverschluss kaputt ist. Und wir trinken alle zusammen noch gemütlich Kaffee.
Ein Bild von rot gefüllten Weingläsern und grünen Kerzen – wir feiern festlich das Mahl der Befreiung am Gründonnerstag. Und daneben vom Wind zerzauste Menschen in einer herrlich gelben Wiese – es ist Waldseegottesdienst!
Und hier Gesichter der Jugendgruppe: Wir sitzen unter einem großen Baum mit Blick zum Hochgrat, unsere Fahrräder neben uns, viele gute Sachen zum Essen und Trinken auf der Decke, Geschichten, die das Leben schreibt und Blödeleien – ein ausgelassener Abend!
Noch so viele andere Bilder füllen mein Album – es ist und war für mich eine ganz reiche und schöne Zeit hier in Lindenberg – herzlichen Dank!! Ich wünsche Dir und Ihnen Gottes guten Segen!
Ach ja, bevor ich hier im September mit meinem Rucksack losziehe, feiern wir noch am 2.Juli 2006 um 10 Uhr in der Johanneskirche meine Ordination, die offizielle Beauftragung ins Pfarramt durch die Kirche und da gehören Sie und Du als Kirche auf jeden Fall dazu – herzliche Einladung!
Und wer nächste Weihnachten nach Honduras reist, ist herzlich eingeladen, meinen Christbaum dort zu loben!
Christoph Dorn

Wir ernten, was wir säen...
Als vor zwei Jahren die evangelische Jugendgruppe ohne Leiter dastand und daher nicht mehr existieren konnte, erklärte sich Vikar Christoph Dorn dazu bereit, zusammen mit zwei Mitgliedern der alten Gruppe die Leitung zu übernehmen. Von Anfang an zeigte er viel Interesse und Engagement. Im Jahr 2005 organisierte er, zusammen mit einem befreundeten Vikar aus München, einen Segeltörn im Ijselmeer für die 14-22jährigen aus den beiden Gemeinden. Über die Jahre brachte er uns das Leben in der Gemeinschaft näher und kann uns hoffentlich als die Früchte seiner Saat ansehen.
Nach seiner Ordination tritt Christoph Dorn voraussichtlich ein einjähriges Auslandsvikariat an, weswegen wir die Leitung der Jugendgruppe übernehmen. Dabei wollen wir versuchen, bei den neuen Mitgliedern denselben Erfolg zu haben, wie er ihn bei uns hatte.
Ein persönlicher Dank:
Danke, dass du dich so für uns eingesetzt und uns stets unterstützt hast. Wir wünschen dir für die Zukunft alles Gute und viel Glück bei deinem weiteren Weg als Pfarrer.
Carolin Purr, Katarina Mühlbaier, Sarah Reichardt, Christoph Dehmer

Wieder in ruhigem Fahrwasser
Diakonieverein kurz vor dem Untergang
 

Ja, verehrte/r Leser/in, der Diakonieverein stand im letzten Jahr vor der Zahlungsunfähigkeit, die Konsequenz wäre der Weg zum Konkursrichter gewesen. Wie kam es dazu?
Wie Sie wissen, besaß der Diakonieverein in Allmannsried ein größeres Anwesen, das an den Verein Weizenkorn e.V. zu therapeutischen Maßnahmen vermietet war. Der Verein Weizenkorn e.V. hatte zum 1. August 2003 den Mietvertrag ordnungsgemäß gekündigt und in Lindau eine neue Bleibe bezogen. Trotz größter Anstrengungen verliefen alle Verkaufs- und Vermietungsgespräche erfolglos. In der Zeit vom 1. August 2003 bis einschließlich 1. Oktober 2005 hatten wir keine Mieteinnahmen und mussten trotzdem unseren Verpflichtungen gegenüber den Banken nachkommen. Nur der hervorragenden Finanzplanung unseres Finanzverwalters Hans-Georg Sautter und dem Entgegenkommen unserer Hausbanken, der Volksbank Lindenberg und der Kreissparkasse Lindenberg, war es zu danken, dass wir unseren Verpflichtungen bis Mai 2005 nachkommen konnten.
In der Zwischenzeit hatte sich ein Interessent gefunden, er bereit war, unser Anwesen zu kaufen. Nach langwierigen Verhandlungen konnten wir im September unser Kummerobjekt verkaufen. Das Ehepaar Koblitz wird in Allmannsried ein Jugend- und Familienfreizeitheim eröffnen, das auch Vereine und kirchliche Organisationen nützen können.
Von der erzielten Kaufsumme mussten die Kredite an die Banken und zweckgebundene Darlehen zurückgezahlt werden. Sehr entgegenkommend zeigte sich hierbei die Lebenshilfe, heute Aktion Mensch, der wir zu Dank verpflichtet sind. Nicht mit sich reden ließ das evangelische Landeskirchenamt, das nicht anerkannte, dass wir über zwei Jahre keine Mieteinnahmen hatten.
Heute steht der Diakonieverein schuldenfrei da und ist Besitzer des ehemaligen Mitarbeiterhauses gegenüber dem Pfarrhaus. Nach all diesen Turbulenzen hat der Unterzeichner dieses Berichtes besonders Fritz Schleicher und Hans-Georg Sautter für die wöchentliche Wartung des Anwesens in Allmannsried und der gesamten Vorstandschaft für die Begleitung und das Vertrauen in die Verkaufsverhandlungen zu danken.
In der nächsten Zeit können und wollen wir uns neuen Aufgaben zuwenden. So ist geplant, den im Aufbau befindlichen Besuchsdienst und die Jugendarbeit in unserer Gemeinde zu unterstützen. Weiterhin werden wir Einzelfallhilfen gewähren, die Caritassozialstation als Fördermitglied unterstützen und unserem Johanneskindergarten Wünsche erfüllen, die im regulären Haushalt nicht eingeplant werden können.
Um all diese Vorhaben langfristig angehen zu können, bedarf es einer größeren Mitgliederzahl als der vorhandenen. Wir begrüßen an dieser Stelle unsere neuen Mitglieder, die in den letzten vier Wochen zu uns gestoßen sind und danken ihnen sehr herzlich für ihren Beitritt. Wir nehmen dies als Vertrauen und Verpflichtung für unsere weitere diakonische Arbeit im Westallgäu. Verantwortlich für den Diakonieverein Westallgäu e.V. sind folgende Persönlichkeiten:
Vorsitzender Wolfgang Starnberg sen.,
Vorsitzender Fritz Schleicher,
Geschäftsführer und Finanzverwalter Hans-Georg Sautter,
Schriftführerin Jutta Glocker
Beisitzer: Pfarrer Strauß, Margret Böcke, Lore Rietzler, Eva Stähle.
Mit dem Wunsch, dass sich noch möglichst viele Gemeindemitglieder entschließen könnten, Mitglied im Diakonieverein zu werden, grüßt Sie sehr herzlich, W. Starnberg sen. 1. Vorsitzender

Aus der Reformationsgeschichte
Ein Brief Martin Luthers an die Stadt Isny (26.12.1536)

Gnade und Friede in Christus! Ehrbare, weise, liebe Herren und Freunde!
Ihr habt mir handschriftliche Blätter [ein Bericht vom Treffen in Wittenberg], lateinisch und deutsch, zugesandt, die euch zuvor von anderen Städten [wohl von Memmingen und Ulm] zugeschickt worden waren. Sie betreffen die Vereinbarung, die wir hier in Wittenberg in Bezug auf das Sakrament eingegangen sind. Ich bestätige, dass alles, so wie geschrieben, zugegangen und geschehen ist.
Aber ihr erwähnt auch, euch sei berichtet worden, ich hätte mit den oberländischen [süddeutschen] Predigern Kompromisse geschlossen. Was meinen diejenigen, die euch solches schreiben? Außerdem ist es seltsam, dass ihr schreibt, ihr wäret früher auf keiner der beiden Seiten gestanden. 
Offensichtlich rühmen sich manche und geben vor, ich sei von meiner früheren Meinung, die ich gegenüber Zwingli [dem Reformator von Zürich] vertreten habe, abgewichen. Wer solches sagt, den bittet, er wolle solches Rühmens schweigen. Damit die angefangene Konkordie [Einigung] nicht verhindert und vielleicht eine schlimmere Diskordie [Uneinigkeit] daraus werde.
Ich kann es wohl ertragen, dass sich - wer will - rühmt hoher Kunst, Geist und Heiligkeit. Nicht allein gegenüber mir, sondern auch gegenüber dem Heiligen Paulus. Aber er soll mich nicht mit hineinziehen oder von mir sagen: er stehe noch, ich sei gewichen.
Ich hoffe aber trotzdem, dass etliche unter ihnen die Konkordie von Herzen und mit Ernst meinen. GOtt mag die anderen auch herzubringen nach seinem Willen, wenn es Zeit sein wird. Das müsst ihr mir glauben und ich werde (mit GOttes Hilfe) nicht anders reden noch anderes tun. Hiermit GOtt befohlen, Amen.
An St. Stephans Tag Weihnachten Anno Domini 37 [26.12.1536]. Martinus Luther

Zum Hintergrund des Briefes:
1525 wurde in Isny erstmals seit dem Hochmittelalter das Abendmahl wieder in zwei Gestalten (Hostie und Kelch) gefeiert. 1529 protestierte Isny auf dem Reichstag in Speyer mit anderen Ständen gegen Einschränkungen der kirchlichen Reformen. Allerdings lehrten und reformierten die evang. Geistlichen Isnys, v.a. Konrad Frick und Paul Fagius, eher nach dem Schweizer Modell.
Die Reformatoren der südlichsten Städte des Reiches wollten sich nicht zu eng an die Fürsten anschließen. Denn man fürchtete um die erkämpfte Eigenständigkeit und eine Uniformierung kirchlicher Gebräuche. Man hatte eher eine Erneuerung des süddeutschen Städte- und Seebundes im Sinn, wie er im Mittelalter mit Einschluss Schweizer Städte bestanden hatte.
1530 auf dem Augsburger Reichstag unterstützte Isny daher das Bekenntnis der lutherischen Stände nicht. Aber auch das Sonderbekenntnis der vier Städte (z.B. Lindau), das die Tür zur Schweiz offen halten wollte, unterzeichnete man nicht. Angesichts steigender Kriegsgefahr trat Isny Anfang 1531 mit dem restlichen evang. Schwaben dem Schmalkaldischen Verteidigungsbund bei. Als die Schweizer im Herbst 1531 der römischen Partei militärisch unterlagen, erkannten die Schwaben 1532 das Augsburger Bekenntnis an.
Doch damit hörte der Richtungsstreit nicht auf. Beim Kemptener Abendmahlsstreit 1532 siegte die Schweizer Partei, der auch Isny (vorsichtig) zugestimmt hatte. 1532 war der Konstanzer Reformator A. Blarer in Isny und beförderte den Fortgang der Reformation nach Schweizer Vorbild. 1534 kam es in der Stadt zum Bildersturm in allen Kirchen. Wenig später schon regte sich in der Stadt selbst Widerstand gegen diesen radikalen Kurs.
Ende 1534 versuchte der Straßburger Theologe Martin Bucer eine Einigung in der Frage der Sakramente herzustellen. Auf einer Tagung, bei der auch Konrad Frick und Paul Fagius anwesend waren, stellte  er den süddeutschen Städten den Entwurf einer Konkordie vor. Kurz darauf stimmte er sich in Kassel mit Melanchton, dem Verfasser des Augsburger Bekenntnisses, ab.
Luther begleitete das Projekt sehr zurückhaltend: er zweifelte, ob die schwäbischen Städte die Vereinbarung ernsthaft betrieben. Schließlich kamen 1536 Vertreter beider Parteien in Wittenberg zusammen und unterzeichneten die Konkordie. Sie hält an der Kindertaufe sowie der Privatbeichte fest. Und sie stellt fest, dass „mit dem Brot und mit dem Wein wahrhaftig und wesentlich zugegen sei und dargereicht und empfangen werde der Leib und das Blut Christi“.  
Die Prediger von Isny wurden bei der Unterzeichnung der Konkordie durch Memmingen vertreten. Der Stadtrat reichte seine Zustimmung brieflich nach. Man versuchte offenbar die Konkordie als Mittelweg zu sehen, nicht als Abkehr von früheren Ansichten. Den damit erweckten Eindruck, er habe Kompromisse geschlossen oder sogar seine Grundsätze aufzugeben, bestritt Luther nachdrücklich.
Luthers Befürchtung, aus der Konkordie könnte eine schlimmere Diskordie werden, war begründet. Später zogen Martin Bucer und andere Unionsbefürworter ihre Zustimmung zurück. In Isny setzte sich mit dem Amtsantritt der gebürtigen Lindauer Dr. Johann Marbach (1543) und Benedikt Burgauer (1545) die Wittenberger Reformation zunehmend durch.     

Freunde und Interessierte von CCARA e.V.
Lachen zurückbringen: Hilfe für Straßenkinder in Südindien und Mali
Chennai (Südindien):
Die 3 Geschwister RajKumar (7), Dhana (10) und Megala (5), sind seit Juni 2005 im Waisenhaus „Comfort Home for the Children“ in Chennai, das durch die Initiative von CCARA e.V, und dank der Paten hier in Deutschland und der vielen Einzelspenden letztes Jahr gegründet werden konnte (siehe Bericht in der letzten Brücke. Die Geschichte ihres kurzen Kinderlebens ist bewegend, genauso wie jede der mittlerweile 21 Kinder im Waisenheim.
Ihre Mutter ist mit einem anderen Mann durchgebrannt und hat ihren Vater mit den Kindern allein gelassen. Als dieser seiner Tagelöhner-Arbeit nachging (Verdienst meist etwa 1 Euro pro Tag) waren die Kinder auf der Strasse und bettelten. Als man sie fand, hatten sie Krätze und teils viele wunde Stellen am Körper. Die beiden kleineren leiden heute noch an den Folgen ihrer damaligen Unterernährung, holen aber Schritt für Schritt ihre körperlichen Entwicklungsverzögerungen auf. Aus Hunger hatten sie an Ziegelsteinen geschleckt und teilweise Erde gegessen. Sie sind überglücklich, dass sie jetzt ein Zuhause haben, eine liebevolle Betreuung, Spielsachen, natürlich Essen und Kleidung und dass sie zur Schule gehen können. Sie wissen, dass sie somit eine Zukunft haben. Aus ihrer hoffnungslosen Situation ist Hoffnung geworden.

Mali (Afrika)
Anfang diesen Jahres haben wir von CCARA eine sehr interessante Bekanntschaft machen dürfen mit Frau Dr. Claudia Wintoch, die seit 2 Jahren in Mali/Westafrika an einem Gymnasium als Lehrerin unterrichtet. Sie leitet dort auch ein kleines christliches Zentrum, da sie promovierte Theologin ist, für die knapp 2 % Christen, die es in Mali gibt. Mit ihren 2 einheimischen Mitarbeitern möchte sie dort den zahllosen Straßenkindern helfen, die man täglich in der Hauptstadt Bamako betteln sieht oder Schuhe putzen. Mali ist ein zu 90 % muslimisches Land. Es ist derzeit das viertärmste Land der Erde, 73 % der Bevölkerung leben täglich mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag.
Das Leid der Kinder ist oft unbeschreiblich, wie die Lebensgeschichten von Sekouba (15) und Abdoulaye (13)
zeigen, die hier mit Claudia Wintoch und ihren Mitarbeitern auf dem Bild zu sehen sind.
Sekouba wurde einem Koranlehrer übergeben, der ihn nur schlug und ihn nachts den Koran auswendig lernen ließ. Tags musste er für seinen Lehrer auf der Strasse betteln und bekam kaum zu essen. Er lief von dort fort und lebte fortan auf der Strasse, denn seine Familie nahm ihn nicht mehr auf. Er ist froh, dass Claudia ihn aufnahm. Neben Schulunterricht, Unterkunft und Verpflegung bekommen die inzwischen 3 Kinder in Claudia Wintochs Einrichtung grundlegende medizinische Hilfe und lernen miteinander auszukommen, was nach den rüden Sitten auf der Strasse auch erst mit viel Geduld geübt werden muss. Sie sind teilweise überwältigt von den einfachsten Dingen, die man ihnen gibt wie z. B. Zahnbürsten.
Die Regierung von Mali hat für diese Arbeit nun ein Stück Land zur Verfügung gestellt, wo Claudia ein Haus bauen kann. Hierbei ist auch an Räumlichkeiten für weitere Straßenkinder gedacht. Die Bautätigkeit wird etwa im Oktober beginnen, nach der Regenzeit. Wenn weitere Paten und Spender sich melden, werden wir weitere Hilfe anbieten.
Sowohl für Indien als auch für Mali möchten wir an dieser Stelle jedem Paten und jedem Einzelspender danken für die Beiträge, die Sie leisten, um den Not leidenden Kindern dieser Welt zu helfen. Es ist eine Freude zu sehen, dass sie ihr Lachen zurückgewinnen dürfen dank Ihrer Hilfe!
CCARA e.V. (Charitable Child Assistance Relief and Accommodation)
Roman und Heike Maurus, Am Anger 26, 88167 Grünenbach, Tel: 08383/929811, Email:
Maurus.Baum.Boden@gmx.de
 

Eine Wangener Gemeinde vorgestellt
Die Paulusgemeinde – eine Ev.-Luth. Freikirche
Es gibt eine Vielzahl evangelischer Freikirchen. In Wangen sind es gegenwärtig fünf. Im Unterschied zu den Landeskirchen stehen die Freikirchen in größerer Distanz zu staatlichen Organen und Strukturen. Sie lassen z.B. keine Kirchensteuer durch die Finanzämter erheben.
Eine Untergruppe der evangelischen Freikirchen sind die Kirchen, die sich – anders als etwa die Pfingstgemeinden, die FEGs, die Freien Christengemeinden, die methodistischen Gemeinden - ausdrücklich auf die Grundlage des ev.-luth. Bekenntnisses stellen. Die größte Kirche dieser Art in Deutschland ist die Selbständige Ev.-Luth. Kirche in Deutschland (
www.selk.de) mit etwa 60.000 Mitgliedern. Kleiner ist die Ev.-Luth. Freikirche (www.elfk.de) mit etwa 1.500 eingetragenen Mitgliedern.
Die Gemeinden der ELFK befinden sich hauptsächlich in Ostdeutschland, aber auch in
Hessen und Bayern. Seit 1995 gibt es die Paulusgemeinde mit Sitz des Pfarrers in Wangen. Sie ist eine besonders ausgeprägte Diasporagemeinde. Sie umfasst Gemeindemitglieder in Stuttgart, Wangen, Vorarlberg, Straubing, München.
Der Ursprung der lutherischen Freikirchen liegt im 19. Jh. In Preußen fasste der Staat evang. Kirchen und Gemeinden zu Unionen zusammen, die nicht das gleiche Bekenntnis hatten. Der Widerstand dagegen äußerte sich unter anderem in der Gründung staatsfreier Bekenntnisgemeinden. Neuen Aufwind gewannen diese Gemeinden durch die evangelischen Kirchenunionen seit 1945: die Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) 1948 sowie die europäische Kirchengemeinschaft reformatorischer Kirchen (Leuenberger Konkordie) 1973.
Der Unterschied zwischen der SELK und der ELFK besteht darin, dass die ELFK anders als die SELK keine Kontakte zu anderen Kirchen pflegt. Die SELK hat – ihren Grundsätzen gemäß – die Leuenberger Konkordie nicht unterzeichnet. Sie ist aber Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (
www.oekumene-ack.de; www.ack-bayern.de), einer gemeinsamen Plattform der meisten Landes- und Freikirchen in Deutschland, einschließlich der römisch-katholischen Kirche.
Die ökumenischen Beziehungen der ELFK beschränken sich auf die Kirchen, mit denen sie selbst in Kirchengemeinschaft steht. Das ist vor allem die Evangelical Lutheran Church Wisconsin Synod, die drittgrößte lutherische Kirche in den USA mit etwa 400.000 Mitgliedern (
www.wels.net). Gemeinden dieser Kirchenfamilie gibt es weltweit. Sie sind in der Confessional Evangelical Lutheran Conference organisiert (www.celc.info/index.php).
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelisch-Lutherische_Freikirche
http://en.wikipedia.org/wiki/Wisconsin_Evangelical_Lutheran_Synod
http://en.wikipedia.org/wiki/Confessional_Evangelical_Lutheran_Conference
 

Angebote für Kinder und Jugendliche in Lindenberg
Unter dem Motto „Joki – ich bin so frei“ betreuen, fördern, erziehen und bilden wir unsere Kleinsten im evangelischen Johanneskindergarten. „Mut zum Wachsen – Zeit zum Werden“ sollen die 96 Kinder in unserer Einrichtung finden. Unter der fachkundigen Begleitung, Anleitung und Fürsorge von vier Erzieherinnen und fünf Kinderpflegerinnen gehen sie elementare Lernschritte in ihrer kognitiven, geistig-seelischen, körperlichen, sozialen und auch religiösen Entwicklung. Unterstützt werden die Hauptamtlichen von einem sehr aktiven und kompetenten Elternbeirat.
Kinder von der 2. bis 4. Klasse finden in der Kindergruppe ein abwechslungsreiches Programm. Bei den vierzehntägigen Treffen (Montags, von 15.30 – 17.00 Uhr) wird gespielt, gebastelt, die Natur erforscht, gesungen, gefeiert und spannend erzählt.

Gottesdienst für Kleine und Große
Etwa alle sechs Wochen feiern wir einen Gottesdienst, der speziell auch (kleinere) Kinder ansprechen soll. Elementare Verkündigung, Aktionen, kindgemäße Lieder nehmen Kinder auf und lassen sie beteiligt werden. Die Gottesdienste werden vorbereitet und gestaltet von einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen unter Leitung von Pfarrer Strauß. (nächste Termine und Themen siehe Plakate und Zeitung!)

Die Konfirmandengruppe
Ein knappes Jahr lang begleitet das Konfi-Team (zur Zeit sieben Ehrenamtliche, Pfarrer und Vikar) die Konfirmandinnen und Konfirmanden auf ihrem Weg zur Konfirmation. Zum ersten Kennenlernen dient ein Freitag Nachmittag mit gemeinsamer Unternehmung (künftig wieder eine Freizeit). Danach folgen sieben Samstage, jeweils mit einem Thema des Glaubens, das wir versuchen, erlebnis- und erfahrungsorientiert mit den Konfirmanden zu erschließen. Ein Gemeinde- und ein Gottesdienstprojekt ermutigen die Jugendlichen zu eigener Initiative. Den Abschluss bildet eine Freizeit zum Thema „Abendmahl“, natürlich auch mit Spiel, Spaß und kurzen Nächten... Krönender Abschluss der gemeinsamen Zeit ist das Fest der Konfirmation, nicht als Schluss-, sondern als Doppelpunkt gedacht: bei allen „Turbulenzen“ der kommenden Jahre doch eine bewusste Fortsetzung eines Weges im Glauben und unter Gottes Segen.

Die Jugendgruppe stellt sich vor
De Jogulis, das ist die seit zwei Jahren bestehende Jugendgruppe unserer Gemeinde. Zur Zeit wird sie besucht von zehn Personen, aber wir hoffen, durch die vor kurzem konfirmierten Jugendlichen Verstärkung zu bekommen. Jeden Mittwoch treffen wir uns um 19.00 Uhr, um gemeinsam etwas zu erleben. Neben vielen lustigen Aktivitäten, wie z.B. Fahrradfahren, Töpfern und Gemeinschaftsspielen, diskutieren wir auch mal über ernsthaftere Themen. Jedes Jahr haben wir unsere „Traditionen“: ZU Beginn des Jahres erfreuen wir die Bewohner des Altenheimes St. Martin mit unserem Gesang. Um auch mal unseren Gaumen zu verwöhnen, stellen wir uns an den Herd und verwüsten die Küche beim Versuch, indisch zu kochen. Wenn das Wetter kurz vor den Sommerferien es zulässt, übernachten wir in Schlafsäcken an einem gemütlichen Feuer unter dem Sternenhimmel am Bodenseeufer. Um uns in weihnachtliche Stimmung zu versetzen, füllen wir das Gemeindehaus mit dem Duft selbstgebackener Plätzchen. Durch diese und viele andere Unternehmungen ist eine feste Gemeinschaft entstanden, die wir sehr schätzen!
Ansprechpersonen: Christoph Dehmer:08381/5648; Carolin Purr:08381/2925; Sarah Reichhardt: 08381/928767; Katarina Mühlbaier: 08381/8330

Herzliche Glückwünsche
 

Wir gratulieren:
Zum 70. Geburtstag
Juli
Woezel Michael
August
Schnell Christine
Jung Vera
September
Einenkel Jochen
Lusch Erich
Neuwirth Margot
Hintz Waldemar
Hamann Günter
Oktober
Greither Ingeborg
Feige Elisabeth
Nickel Jürgen
Kramer Günter
November
Linke Wilma
Umhau Geman

Zum 75. Geburtstag
Juli
Bauer Lore
Ziegler Walter
Vondran Arno
Heimerle Renate
August
Neumeier Ulrich
Truöl Friedrich
September
Zendler Sonja
Otto Gisela
Bauer Philipp
Oktober
Vorbeck Hannelore
Zander Lothar
Barwitz Waltraud
Zander Inge
November
Hauber Martina
Meier-Lämmel Annemarie
Wuttke Ernst

Zum 80. Geburtstag
Juli
Schöllhorn Helene
August
Höß Erna
Brommer Elisabetha
Cerisier Emilie
Schäfer Jakob
September
Vincenzi Annelore
Dohring Franz
Oktober
Walendzik Walter
Ochsenreiter Gerda
November
Gehmlich Arno
Malek Hans
Klimek Joachim
Teicke Ursula
Hüttenrauch Pia

Zum 85. Geburtstag
Juli
Fey Gerhard
Endres Eleonore
David Heinrich
August
Fastenrath Dora
Erhardt Irmgard
Beck Ingeborg
Kropf Marianne
Gabler Herbert
September
Rehklau Ingeburg
Oktober
Bernhardt Edmund
November
Kolb Theresia

Zum 90. Geburtstag
September
Mayr Ida
Beckröge Annalies
November
Hickethier Erna

Zum 95. Geburtstag
Oktober
Eckert Erna

Programm des Seniorenkreises - Lindenberg
Juli
05.07.    Die Patientenverfügung und
     Betreuungsvollmacht
12.07.    Kaffeetrinken und Spielen
19.07.    Jahresausflug Abfahrt 13:00 Uhr Bodenseerundfahrt mit Kaffee
 

August
Sommerferien

September
06.09.    Ach das Gedächtnis!
13.09.    Kaffeetrinken und Spielen
20.09.    Einladung an den Seniorenkreis
     von Scheidegg / Weiler

Oktober
04.10.    Rund um das Erntedankfest
11.10.    Kaffeetrinken und Spielen
18.10.    NN

November
08.11.    Dias über eine Reise
     mit Diakon Sailer
15.11.    Kaffeetrinken und Spielen

Der Seniorenkreis hat auch einen Fahrdienst eingerichtet. Wer geholt und zurückgebracht werden möchte, bitte rechtzeitig anrufen im Evang. Pfarramt, Tel.: 08381/2030 oder bei Meyer Wolfgang, Diakon Handy: 0174 37 30 166

 

Termine und Gruppen

Termine
Sonntag, 2. Juli, 10.00 Uhr in der Johanneskirche:
Ordination von Vikar Christoph Dorn durch Regionalbischof Dr. Ernst Öffner
Sonntag, 9. Juli, 10.00 Uhr in der Johanneskirche:
Gottesdienst zum Thema „Alles nur ein Spiel?!“
20.00 Uhr im Gemeindehaus: Übertragung des WM-Endspiels
Sonntag, 30. Juli, 10.30 Uhr auf dem Hirschberg:
Berggottesdienst mit anschließender Einkehr auf der Hirschbergalm;
zugleich Verabschiedung von Vikar Dorn
31. Juli bis 4. August
Meditative Bergwanderung im Tessin
(Informationen und Anmeldung im Pfarramt, 2030)
Sonntag, 24. September, ab 10.00 Uhr
Gemeindefest, beginnend mit einem Gottesdienst, anschließend Musik, Verköstigung, Programm
Freitag, 6. Oktober, 19 Uhr
Gemeindeversammlung im Pfarrheim Heimenkirch (Kolpingstr. 8) mit Vorstellung der Kandidaten und Kandidatinnen für den Kirchenvorstand.
Sonntag, 22. Oktober
Kirchenvorstandswahl!
28. Oktober bis 5. November
Studienreise „Martin Luther: sein Leben - seine Zeit“
Unsere Reise führt uns u.a. nach Erfurt, Eisleben, Wittenberg, Leipzig und Eisenach. Wir werden „langsam reisen“, die Orte und ihre Geschichte in uns aufnehmen, uns mit Person und Theologie Martin Luthers und darüber auch neu mit unserem eigenen Glauben beschäftigen.
(Es sind noch Plätze frei! Informationen und Anmeldung im Pfarramt: 2030)
Ökumenische Reihe „Abschied, Sterben, Trauer“
Donnerstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, im katholischen Pfarrheim
„Abschiedlich leben“ – Vortrag und Diskussion mit Pfarrer Waldemar Pisarski, Tutzing
Freitag, 17. November, 15.00 Uhr, im Seniorenzentrum St. Martin
Themennachmittag/Impulse und Gespräch: „Vorbereitet gehen“ mit Pfarrer Leander Mikschl und Pfarrer Martin Strauß; angefr. Bestatter
Freitag, 24. November, 19.30 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus
Forum Johannes zum Thema: „Zum Sterben helfen?!“, Impulsvortrag – Podiumsdiskussion - Gespräch

Gruppen
Lindenberg
Mutter-Kind-Gruppe: dienstags, 15-17 Uhr im Gemeindehaus. Kontakt: Frau Dolch (Tel: 81409)
Gruppe für Kinder der 2. bis 5. Klasse: 14tägig montags, 15.30 Uhr im Gemeindehaus. Kontakt: Frau Strauß (Tel: 2030)
Jugendgruppe: 14-tägig mittwochs, 18.30-19.30 Uhr  im Jugendraum (Gemeindehaus), „Neulinge“ sind herzlich willkommen. Kontakt: Caroline Purr (2925), Christoph Dorn (929291)
Konfirmandensamstage: Kontakt Pfr. Strauß (2030)
Frauengruppe: monatlich donnerstags um 19.30 Uhr im Gemeindehaus. Kontakt: Frau Piwowarczyk (Tel: 81373)
Seniorenkreis: 1.-3. Mittwoch im Monat um 14.30 Uhr im Gemeindehaus. Kontakt: Diakon Meyer (Tel: 929854), Frau Reutemann (Tel: 4999), Frau Feineis (Tel: 3750).
Theologischer Gesprächskreis: Kontakt: Pfr. Strauß (Tel: 2030)
Meditationskurs: Kontakt: Pfr. Strauß (Tel: 2030)
Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Westallgäu montags, 19.30 Uhr und freitags, 20 Uhr im Gemeindehaus. Kontakt: Herr Paulmann (08384/1231 – www.freundeskreis-westallgaeu.de)
Ökum. Bibelteilen: Kontakt Pfr. Strauß (Tel: 2030)
Taizékreis: Kontakt: Frau Feind (Tel: 7546); Taizégebet jeden 4. Sonntag im Monat um 19 Uhr im Gemeindehaus Lindenberg; Taizésingen jeden 2. Dienstag im Monat.
Kirchen(t)raumprojekt: Kontakt: Frau Mackinnon (Tel: 1215)
 

Ortschaften
Mutter-Kind-Gruppe
Donnerstag, 9.30-11 Uhr. Kontakt: Frau Prinz (941681)
Mini-Gottesdienst-Vorbereitung
Nächster Mini-Gottesdienst: 17.09., 10.30 Uhr. Kontakt: D. Bohne (4441)
Kindergottesdienstkreis Wohmbrechts
Kontakt: Frau Karg (08385/921711)
Konfirmandenkurs
Kontakt: Frau Winter (08383/7764), Nicole Williamson (83256), D. Bohne (4441)
Teeniegruppe
Kontakt: Frau Winter (08383/7764), Nicole Williamson (83256)
http://de.geocities.com/teenies_heimenkirch
Hauskreis
Kontakt: Frau Karg (08385/921711)
Vorbereitungskreis „Ein anderer Gottesdienst“
Kontakt: Frau Karg (08385/921711)
Liturgisches Gebet
Kontakt: D. Bohne (4441), W.H. Bernstein (3385)
Ökumenischer Frauengesprächskreis
2. Mittwoch im Monat. Kontakt: Frau Hauber (81853)
Christlich-Islamisches Gespräch
Nächstes Treffen am 10.11.2006, um 20 Uhr. Thema: Was sagen Koran und Bibel über den Menschen und die Natur? Wir werden dazu Abschnitte aus Koran und Bibel gemeinsam lesen.
Veranstaltung im Rahmen des Programms der Volkshochschule Scheidegg. Ort: 2. Etage der Kurverwaltung Scheidegg, Rathausplatz 6.
Kontakt: Frau MacKinnon (1215)
Sprengelausschuss
Treffen: 5.7., 4.10., jeweils 18 Uhr im Dürrachweg 5 in Heimenkirch.
Besuchsdienst
Kontakt: D. Bohne (4441)
Gemeindebrief
Redaktionsschluss Weihnachtsausgabe: 01.11.2006. Beiträge möglichst per Email an:
dominik.bohne@t-online.de oder an: Evang.KG.Lindenberg@web.de
Weitere Gemeindehilfen gesucht!
Wer hilft mit, den Gemeindebrief auszuteilen? Suchen Sie sich eine Straße bzw. einen Ortsteil aus! Gerne auch einmalige Hilfe! Bei Interesse bitte im Pfarramt (08381/2030) melden!

Freude und Leid
Taufen
Greinwald Sofia
Müller Leonie
Zwarg Jennifer
Engel Lena

Hochzeitsjubiläen
Walter und Charlotte Kameko, Opfenbach
Karl und Theresia Lehmann, Maria Thann

Beerdigungen
Brühl Maria
Voss Lore
Wengler Margarete
Riether Mario
Zenkel Walter
Renner Gerda
Fritz Helene
Gurschler Theresia
Greve Josef
Schliwik Elsbeth
Ponel Betty
Nagorni Armin
Baldauf Lieselotte
Dietel Arno
Brehm Mathilde
Peinecke Herbert
Vogel Betty
Schroll Herbert
Wlasak Katharina

 




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