Die Brücke - E-Brief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lindenberg i.A.

 


Die Brücke - E-Brief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lindenberg i.A.
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Brücke3/07
  Brücke2/2007
  Brücke1/07
  Brücke3/06
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Links
  Wikipedia
  Evang. Pressedienst
  KGLbgI
  KGLbgII


http://myblog.de/diebruecke

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Paul-Gerhardt-Jahr 2007

 

Das Jahr 2007 ist Paul Gerhardt Jahr. Am 12. März jährt sich zum 400. Mal der Geburtstag des großen Pfarrers und Liederdichters.
Paul Gerhardt (12.03.1607-27.5.1676) wurde als zweites von vier Kindern in eine Gastwirtsfamilie geboren. In Gräfenhainichen besuchte er die Stadtschule, seit 1622 die Fürstenschule St. Augustin in Grimma.
Gerhardt entschied sich für ein Studium der Theologie an der lutherischen Universität Wittenberg, wo er sich am 2. Januar 1628 immatrikulierte. Gerhardt war bereits im Elternhaus und in Grimma der Theologie der reinen lutherischen Lehre begegnet und fand in Wittenberg bedeutende Lehrer der Lutherischen Orthodoxie.
Um 1643 ging Gerhardt nach Berlin. Die Stadt war durch den Dreißigjährigen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Gerhardt arbeitete zunächst als Hauslehrer. Als Johann Crüger, Kantor an der Nikolaikirche, 1647 sein Gesangbuch neu auflegte, steuerte Gerhardt erstmals 18 Lieder bei.
Nach der theologischen Prüfung durch das Kirchenamt wurde er am 18. November 1651 in der Berliner Nikolaikirche auf die lutherischen Bekenntnisschriften (Konkordienbuch) verpflichtet und ordiniert.
Daraufhin wurde er am 30. November in sein Amt in Mittenwalde eingeführt. Von nun an gehörte es zu seinen Aufgaben, der Gemeinde beim Gottesdienst die Predigt zu halten und das Abendmahl zu reichen.
Neben seiner pfarramtlichen Tätigkeit pflegte er auch in Mittenwalde die Liedkunst. 1653 erschien die fünfte Auflage von Crügers Gesangbuch, in dem sich 64 neue Lieder von Gerhardt befanden. Während dieser Zeit verfasste er unter anderem das Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“, das heute zum Weltkulturerbe gerechnet wird und in der 6. Auflage von Crügers Gesangbuch 1656 erschien.
Im Mai 1657 wurde Gerhardt mitgeteilt, dass er zum zweiten Diakon an der Berliner Nikolaikirche gewählt worden war. Der brandenburgische Kurfürst Johann Sigismund war vor dem Krieg vom lutherischen zum reformierten calvinistischen Glauben übergetreten und erhob diesen zur Hof- und Beamtenreligion. Seine Untertanen blieben jedoch weitgehend lutherisch, so dass es zu konfessionellen Spannungen kam. Daraufhin übernahm der Kurfürst Friedrich Wilhelm das Verfügungsrecht über die Kirchenangelegenheiten und begann eine Politik, die die Lutheraner ausgrenzte.
Im Land des Kurfürsten regte sich der Unmut der lutherischen Theologen, deren Zentrum Berlin war. Auch Gerhardt war an den Auseinandersetzungen beteiligt und vertrat vehement den lutherischen Standpunkt, um dem Synkretismus (=Vermischung von Bekenntnissen und Kirchen) keinen Vorschub zu leisten. Der Kurfürst verordnete am 16. September 1664 das Toleranzedikt. Alle Theologen, die die Unterschrift verweigerten, wurden vom Kurfürsten entlassen. Am 31.01.1666 wurde Gerhardt wie viele andere Pfarrer seines Amtes enthoben, nach Einsprüchen im Februar 1667 endgültig.  
Er verließ Brandenburg und trat im Juni 1669 im kursächsischen Lübben eine Pfarrstelle an. Hier verstarb er in seinem 70. Lebensjahr am 27. Mai 1676. Er wurde im Chorraum nahe dem Altar seiner letzten Wirkungsstätte beigesetzt, die seit 1930 seinen Namen trägt.
Weiteres unter:
www.luther-in-bs.de/gerhardt.html
www.wikipedia.de/paul-gerhardt.html
www.paul-gerhardt-jahr.de

 

 

 

9.1.07 10:07
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung