Die Brücke - E-Brief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lindenberg i.A.

 


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Weihnachten 2007

Liebe Leserin, lieber Leser, ich habe als Kind leidenschaftlich gerne mit Playmobil gespielt. Sie kennen wahrscheinlich diese bunten Figuren aus Hartplastik. Meine Mutter hat „Plastikant“ dazu gesagt. Meine kindliche Faszination für diese Figuren ging weit über das Plastik hinaus. Es gab nämlich alle nur denkbaren Szenen: einen Bauernhof mit unzähligen Tieren, eine Feuerwehrwache, Cowboys und Indianer, einen Zoo... Und die Aussicht auf noch weitere Figuren, wenn nur oft genug Weihnachten und Geburtstag war. Und wenn ich allein oder mit anderen Kindern mit diesen Figuren spielte, konnte ich mir die unterschiedlichsten Situationen und Begebenheiten vorstellen. Teilweise nahmen wir sie auch mit ins Freie und stellten Geschichten zwischen Steinen, Zweigen, Hölzern, Gräsern, Blumen. Es war die Faszination der Figuren, die mit Hilfe der Fantasie auf einmal lebendig werden. Sosehr, dass die Konturen verschwimmen zwischen Figur und spielendem Kind. Man geht hinein in die Geschichte, wird ganz Teil der Szene. Und während ich mir zum Beispiel die Geschichte ausdachte, wie ein Indianer durch die Prärie reitet, war ich auf einmal Erzähler und Spieler und Indianer, sogar ein bisschen Pferd und Prärie, alles zur gleichen Zeit. Eine besondere Art von Figuren mit einer Geschichte ganz eigener Art erschien in der Adventszeit, einige Tage vor Weihnachten. Ein Karton mit der Krippe wurde aus dem Keller geholt. Wir Kinder durften beim Aufbauen helfen. Die übliche Anordnung der Figuren war festgelegt und bald gut bekannt. Und doch blieb Raum für die Fantasie. Wenn an Weihnachten Maria und Josef ihren Weg in den Stall fanden und zwischen Ochs und Esel auf einmal das Jesuskind in der Futterkrippe lag. Und auch die Hirten mit ihren Schafen fanden dann den Weg zum Sohn Gottes. Schließlich kamen – etwas verfrüht – die Weisen, die Könige mit ihren Kamelen an. Nachdem die erste heilige Scheu vor den Krippenfiguren verflogen war, machte es mir besonderen Spaß, meine Plastikfiguren auf die Weihnachtsfiguren treffen zu lassen. Auf einmal standen mit Ochs und Esel auch Elefanten, Zebras, Giraffen, Löwen, mit den Hirten und Königen auch Cowboys, Indianer, Feuerwehrleute an der Krippe. Eine Unzahl an neuen Geschichten ließ sich da erfinden: z.B. wie der Feuerwehrmann sich nach Bethlehem verirrt und was er zu Maria und Josef sagt. Ein Stilbruch? Ja! Ungeschichtlich? Wahrscheinlich! Unrealistisch? Vielleicht! Aber faszinierend. Was Kinder gerne mit unbelebten Figuren darstellen und mit ihrer Fantasie vorstellen, das passiert in Wirklichkeit im Advent und an Weihnachten. Eine bunte Vielfalt an Menschen und Geschichten und Eigenheiten und Zeiten macht sich auf einmal auf den Weg zum Stall von Bethlehem. Angezogen und fasziniert von der heiligen Geschichte werden wir ein Teil von ihr, so wie Millionen anderer Menschen. Während wir sie hören, feiern und begehen. Einen kleinen bildlichen Eindruck davon, wie Menschen aus unterschiedlichen Kontinenten in die heilige Geschichte hineinschlüpfen, das geben die Weihnachtskrippen, die auf der nächsten Seite dargestellt sind. Die Krippenbastelanleitung auf Seite 3 lädt alle Kinder dazu ein, sich langsam und kreativ, mit Schere, Stift und Kleber der Weihnachtsgeschichte anzunähern. Die Veranstaltungen in unserer Gemeinde im Advent und zu Weihnachten sind eine Gelegenheit, eine lebendige Figur zu sein, die sich im Kreis der Krippenfiguren wieder findet. „Spielen“ Sie mit! Und: Gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!, Ihr Dominik Bohne
27.11.06 14:59
 



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